DKB VR Art Prize

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Virtuell Virtuos. Der DKB-Podcast über VR-Kunst.
Wie passen Kunst und Virtual Reality zusammen? In 'Virtuell Virtuos' sprechen die Kuratorin Tina Sauerländer und die Journalistin Tanja Lepczynski 1x im Monat mit spannenden Gästen über Virtual-Reality-Kunst. Jetzt reinhören und abonnieren auf allen Podcastplattformen - Apple, Spotify, Deezer, Google und andere.

Über den VR KUNSTPREIS

Der VR KUNSTPREIS der Deutschen Kreditbank (DKB) in Kooperation mit der Contemporary Arts Alliance (CAA) Berlin ist der erste Kunstpreis für Virtual Reality im Bereich der bildenden Kunst mit institutioneller Ausstellung in Deutschland. 

 

Die Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Potenzial neuer Technologien sowie die Erkundung und kritische Reflektion ihrer Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft stehen im Fokus des VR KUNSTPREISES. Der Preis soll zur strukturellen Etablierung des zukunftsweisenden Mediums in der Kunstwelt beitragen. 

 

2020 vergibt die DKB in Kooperation mit der CAA Berlin 5 Arbeitsstipendien für jeweils 4 Monate à 1.000 Euro an bildende Künstlerinnen und Künstler, die mit Virtual Reality arbeiten. Ihre Werke werden ab dem 27.02.2021 in einer Ausstellung im Haus am Lützowplatz (HaL), Berlin, zu sehen sein. Im Rahmen der Eröffnung werden 3 VR KUNSTPREISE vergeben, die mit insgesamt 12.000 Euro dotiert sind. 

 

Der 'Call for partizipation' ist seit dem 01.07.2020 geschlossen. Aus den 104 Einreichungen wurden 5 Künstler*innen von einer Fachjury ausgewählt. 

VR-KUNSTPREIS Stipendiat*innen

Für den VR KUNSTPREIS der DKB in Kooperation mit CAA sind die folgenden Werke nominiert:

 

 

Die Künstler*innen beginnen ihr 4-monatiges Arbeitsstipendium im September 2020.

Künstlerische LeiterinTina Sauerländer

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Tina Sauerländer ist die künstlerische Leiterin des VR KUNSTPREISES der DKB in Kooperation mit CAA Berlin.

 

Die Kunsthistorikerin Tina Sauerländer arbeitet als freie Kuratorin und Autorin. Zu ihren inhaltlichen Schwerpunkten gehört der Einfluss des Internet und des Digitalen auf unsere persönliche Lebenswelt und Gesellschaft sowie die Auseinandersetzung mit Virtual Reality als künstlerisches Medium. 

Sie ist Mitbegründerin und Direktorin der 2010 gegründeten, unabhängigen Ausstellungsplattform peer to space und kuratierte u.a. 2017 die internationale Gruppenausstellung Die ungerahmte Welt. Virtuelle Realität als Medium für das 21. Jahrhundert im Haus der elektronischen Künste in Basel. Zusammen mit der Kuratorin Erandy Vergara entwickelte sie die Ausstellungsreihe Critical Approaches in Virtual Reality Art und realisierte Projekte wie Envisioning the Future. Other World Perspectives in Virtual Reality Art (Halcyon Arts Lab, Washington, DC, 2018) oder Speculative Cultures. A Virtual Reality Art Exhibition (Kellen Gallery, Parsons/The New School, New York, 2019).

 

(c) Portrait Tina Sauerländer von J. Pegman, 2020

Mitglieder der Fachjury

Aus allen Bewerberinnen und Bewerbern wurde eine Shortlist gewählt, aus der eine Fachjury 5 Arbeitsstipendien à 1.000 Euro pro Monat für den Zeitraum September bis Dezember 2020 vergibt. Mitglieder der Jury sind: 

 

  • Sabine Himmelsbach, Direktorin, HeK (Haus der elektronischen Künste Basel)

  • Astrid Kahmke, Direktorin und Kuratorin, Virtual Worlds Festival, München

  • Wolf Lieser, Galerist, DAM, Berlin

  • Ulrich Schrauth, Künstlerischer Leiter, VRHAM! Festival, Hamburg

  • Dr. Alexandra von Stosch, Mitbegründerin CAA Berlin / Leiterin Kunst und Kultur, Artprojekt Gruppe, Berlin

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SabineHimmelsbach

„Virtual Reality heißt Kunstwerke erleben, statt sie nur zu betrachten. In der virtuellen Realität gibt es keine Distanz mehr zu der präsentierten Erlebniswelt. Man befindet sich mitten in ihr, wird zum Mittelpunkt einer digital erschaffenen Welt. Dies ermöglicht völlig neue Zugänge und Erlebnisse für das Publikum.“

 

Seit März 2012 ist Sabine Himmelsbach Direktorin des HeK (Haus der elektronischen Künste Basel). Nach einem Kunstgeschichtsstudium in München arbeitete sie von 1993-1996 für Galerien in München und Wien und wurde anschliessend Projektleiterin für Ausstellungen und begleitende Symposien beim Steirischen Herbst Festival in Graz. 1999 übernahm sie die Ausstellungsleitung am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe. Von 2005–2011 leitete sie das Edith-Russ-Haus für Medienkunst in Oldenburg. 2011 kuratierte sie ‹gateways. Kunst und vernetzte Kultur› für das Kumu Kunstmuseum in Tallinn, Estland, im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Tallinn 2011. Zu ihren Ausstellungsprojekten am HeK in Basel gehören ‹Ryoji Ikeda› (2014), ‹Poetics and Politics of Data› (2015), ‹Rafael Lozano-Hemmer: Preabsence› (2016), ‹unREAL› (2017), ‹Lynn Hershman Leeson: Anti-Bodies›, ‹Eco-Visionaries› (2018) und ‹Entangled Realities. Leben mit künstlicher Intelligenz› (2019). In Vorträgen und Texten arbeitet sie zu Themen der Medienkunst und digitalen Kultur.

 

(c) Portrait Sabine Himmelsbach von Christian Knoerr

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AstridKahmke

"Virtual Reality ist ein Medium, das einen Paradigmenwechsel im Erzählen und Rezipieren, in der Betrachtung und Wahrnehmung, im schöpferischen Prozess und im Erleben gleichermaßen einläutet. Es ist spannend zu sehen, wie Künstler*innen damit ihren Visionen ein völlig neues Erleben und Betrachten schenken."

 

Astrid Kahmke ist Direktorin und Mitbegründerin des Virtual Worlds Festivals und Leiterin des European Creators' Lab für künstlerische XR. In der Vergangenheit produzierte sie internationale Spielfilme, die zahlreiche Preise gewannen, war 7 Jahre lang Creative Director des Bayerischen Filmzentrums und kuratierte die internationalen "i4c"-Konferenzen. Mit ihrer Expertise ist sie international als Speaker, Gastdozentin und Panelist gefragt. Sie produzierte gemeinsam mit INVR eine VR Installation, die 2019 bei der Venedig Biennale VR ihre Premiere feierte und ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund, sowie in zahlreichen Juries und Gremien mit Schwerpunkt narrative XR.

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Wolf Lieser

„VR scheint die Erfüllung unserer ältesten Träume zu sein: ein völliges Eintauchen in eine neue Welt.“

 

Wolf Lieser aus Wiesbaden, 1998 Gründung der DAM Projects, bestehend aus DAM Online Museum, DAM Gallery und dem DAM DIGITAL ART AWARD |DDAA|. Erste Galerie für Digitale Kunst in London von 1999 - 2002. Seit 2003 in Berlin als DAM Gallery. Schwerpunkt sind digitalen Medien in der Kunst, von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. 2009 erschien das einführende Werk Digital Art, welches in 6 Sprachen übersetzt wurde. Regelmäßige internationale Vorträge, Symposien und Jurybeteiligungen.

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UlrichSchrauth

„Was ist außergewöhnlich an Virtual-Reality-Kunst? Das Publikum wird zum Zentrum der künstlerischen Erfahrung. Man betrachtet ein Kunstwerk nicht mehr aus der Ferne, sondern ist mittendrin. „Go in instead of look at", sagte der US-Performancekünstler Allan Kaprow, und das trifft es auf den Punkt.“

 

Ulrich Schrauth ist Initiator sowie Künstlerischer Leiter des „VRHAM! - Virtual Reality & Arts Festival“ in Hamburg und verantwortet als Kreativdirektor diverse internationale Projekte im Bereich der Digitalen Medien. Zusätzlich dazu ist er XR & Immersive Programmer für das “BFI London Film Festival”. Er ist regelmäßig als Jurymitglied tätig, so zum Beispiel u.a. für den Fedora Digital Art Preis, Laval Virtual/Frankreich oder VREFEST Rom/Italien. Schrauth ist des weiteren Speaker und Moderator mit einem thematischen Fokus auf Immersive Kunst, u.a. für SXSW Festival Austin/Texas, Filmfestspiele Cannes/Frankreich, European Jazz Conference Novara/Italien. Ulrich Schrauth verfügt über langjährige Berufserfahrung in der künstlerischen Planung, Organisation und Kuratierung von Festivals, Theater- und Musikproduktionen.  

 

© Portrait Ulrich Schrauth von Catrin-Anja Eichinger

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Dr. Alexandravon Stosch

„Virtuelle Realität existiert nur, weil der Betrachter sie sieht. Sie bietet - anders als die Begegnung mit Kunst im realen Raum - eine ganzheitliche Erfahrung. Dieses immersive Eintauchen in eine individuelle und interaktive Welt ermöglicht eine neue sinnliche Wahrnehmung jenseits des marktgetriebenen Objekt-Fetischismus und steht somit für einen neuen Kunstbegriff.“

 

Alexandra von Stosch ist promovierte Kunstwissenschaftlerin und kuratierte nach ihrem Stu­dium an der Sorbonne in Paris 1994-1997 nationale Kunst-am-Bau-Projekte, sowie die Kunstsammlung der Société Générale, La Défense. In New York gründete und leitete sie 1997-2001 das International Center for Curatorial Studies. In Berlin war sie Mitgründerin der Contemporary Arts Alliance (CAA) zur Förderung von Talenten in Kunst, Tanz, Musik und Theater. Sie lehrte u.a. an der Humboldt-Universität zu Berlin und seit 2017 an der Barenbo­im Said Akademie. Sie ist Vorstandsmitglied des Villa Aurora /Thomas Mann House e.V., im Wissenschaftlichen Beirat der Berlinischen Galerie, im Stiftungsrat des Stadtmuseums Berlin und Jurorin. Für das Bauhaus Archiv initiierte sie 2015 die interdisziplinäre Zukunftsplattform Bauhaus Council Berlin e.V. Seit März 2017 leitet sie den Bereich Kunst & Kultur der Artprojekt Gruppe und ist seit 2019 Mitglied der Geschäftsführung.

VR KUNSTPREIS Shortlist

Danke für 104 großartige Bewerbungen! Auf die Shortlist hatten wir gewählt: 

 

 

Anfang September wurden die 5 Stipendiat*innen bekannt gegeben. 

Preise & Ausstellung

Die Fachjury hat aus der Shortlist die Künstlerinnen und Künstler gewählt, die von September bis Dezember 2020 ein Arbeitsstipendium à 1.000 Euro pro Monat erhalten.

Die Werke dieser 5 Stipendiaten und Stipendiatinnen werden vom 27.02.-18.04.2021 im HaL in Berlin ausgestellt. Während der Eröffnung am Abend des 26.02.2021 werden unter den Ausstellenden 3 Preise vergeben, die mit insgesamt 12.000 Euro dotiert sind.

Partner DKB & CAA

Die DKB richtet den VR KUNSTPREIS in Kooperation mit der CAA Berlin aus. 

 

Die DKB lebt die Digitalisierung seit der Jahrtausendwende und setzte sich von Anfang an mit dem Potenzial neuer Technologien auseinander: 2001 gründete sie die 1. Internetbank ohne Filialen und machte das bargeldlose Bezahlen bekannt. Dabei legt sie seit ihrer Gründung 1990 besonders Wert auf eine nachhaltige Ausrichtung ihrer Finanzgeschäfte und setzt sich  u.a. für den Bau von Windrädern, Solardächern, Kitas, Pflegeheimen, Krankenhäusern und bezahlbarem Wohnraum ein.
Mit dem VR KUNSTPREIS richtet die DKB ihr Engagement im Kunstbereich neu und mit Fokus auf den gesellschaftlichen Mehrwert aus: Gefördert werden soll die künstlerische Auseinandersetzung mit einer sich digitalisierenden Gesellschaft und den damit einhergehenden Veränderungen.

 

Die 2007 gegründete CAA Berlin ist eine Plattform für privates Engagement zur Förderung des Nachwuchses aus zeitgenössischer Kunst und Kultur in Berlin. Sie stärkt den Dialog zwischen Kunst, Gesellschaft und Wirtschaft. Mit dem VR KUNSTPREIS unterstützt die CAA nun eine junge, zukunftsweisende Kunstszene in Deutschland.